The Sound of Silence

von OHROPAX

Neulich hieß es, dass Simon & Garfunkel wieder zusammen auftreten und eine Welt-Tournee starten wollen. Bei Simon & Garfunkel klingt bei der lyrischen Zartheit ihrer Stimmen und der Poesie ihrer Texte immer auch ein bißchen Cat Stevens mit; Lady d’Abanville, ein feiner Hymnus an ein Kindermädchen der Familie. Oder an die Dunkelheit in The Sounds of Silence: hello darkness, my old friend. I’ve come to talk with you again. Da wird die Stille der Dunkelheit gesucht, um mit ihr zu reden. Wer spricht? Wer hört zu? Wer antwortet?

Zu Tausenden pilgern sie jährlich nach Lourdes, um mit einem stillen und in sich gekehrten Marienstandbild in stumme Zwiesprache zu treten. Oder sie nähen sich die Jakobsmuschel an die Jacke und gehen Hunderte von Kilometern nach Santiago di Compostella und stehen vor Ergriffenheit stumm unter dem gigantischen Weihrauchkessel, der durch das Mittelschiff der Kathedrale geschwenkt wird. Oder sie treffen sich, ohne verabredet zu sein, in Marias Strandbude auf Gomera und schauen stumm in den Sonnenuntergang.

Wir suchen die Stille. Und manchmal müssen wir weit gehen, um sie zu fühlen. Aber manchmal ist sie direkt neben uns in einem kleinen Schächtelchen.

OHROPAX: Gomera für die Ohren.