Die Geschichte unserer Geschichte.

 

Es mag kurios klingen, aber ausgerechnet die berühmte Irrfahrt des Odysseus gab den entscheidenden Impuls für die Erfindung von OHROPAX. Es soll um 1903 gewesen sein, als man im Bekanntenkreis von Maximilian Negwer auf die Wachskugeln in der antiken Sage stieß.

 
 

Für alle, die Homer nicht parat haben, sei an dieser Stelle das 2700 Jahre alte Abenteuer kurz zusammengefasst:

 

Odyssee

Odysseus und seine Gefährten wurden von der Zauberin Circe vor der Insel der Sirenen gewarnt. Wer sich von ihrem wunderschönen Gesang betören ließe, müsse sterben. Aber nicht umsonst galt Odysseus als listig. Dem Rat der Zauberin folgend, verschloss er seiner Bootsmannschaft die Ohren mit Kugeln aus Bienenwachs. Sich selber ließ er aber an den Mast binden, um den Sirenen zu lauschen und dennoch widerstehen zu können.

 

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1907

Der Apotheker Maximilian Negwer gründet in Berlin-Schöneberg die "Fabrik pharmazeutischer und kosmetischer Spezialitäten Max Negwer". Das wichtigste Produkt im Sortiment heißt OHROPAX. Genial wie das Produkt selbst war auch die Namensgebung: "Ohropax" steht deutsch-lateinisch für Ohr-Frieden.


Firmengründer Maximilian Negwer (hinten)

Ohrmodell um 1928 (vorne)

 

1917

Max Negwer sorgt mit OHROPAX dafür, dass die Soldaten im 1. Weltkrieg "gegen die Schallwirkung des Kanonendonners" geschützt sind. OHROPAX wird daraufhin zum Massenartikel.

 


OHROPAX-Anzeige von 1916 (hinten)
Armeedose von 1917 (vorne)

 

1928

OHROPAX erobert den Markt. Das überdimensionale Ohrmodell sorgt als Werbe-Dekoration in den Apotheken für große Aufmerksamkeit. Durch Anzeigekampagnen in Zeitungen und Magazinen etabliert sich OHROPAX als die bekannteste Marke für Gehörschutz. Auch in 42 Exportländern ist OHROPAX überaus erfolgreich.

 
 


Werbeanzeige von 1928

 

1943

Nach dem Tod von Max Negwer übernimmt seine Frau Erna Negwer die Geschäfte. Mit Geschick lenkt sie das Unternehmen durch schwierige Zeiten. Bei Kriegsende muss die Produktion wegen Rohstoff-

knappheit vorübergehend eingestellt werden.

 

1958

Die seit 1924 in Potsdam ansässige Firma bekommt die Folgen der Teilung Deutschlands zu spüren: Nach der Verstaatlichung übernimmt in der DDR ein VEB die OHROPAX-Produktion. Das von Max Negwer gegründete Familienunternehmen siedelt in den Westen über und startet in Bad Homburg unter Leitung des Gründersohnes Wolfgang Negwer durch.

 

1974

Der nachhaltige Wirtschaftsaufschwung lässt auch die Verkaufszahlen von OHROPAX nach oben klettern. In dieser Zeit entsteht das neue Logo auf kräftigem Gelb, das die Verpackung für die nächsten Jahre bestimmen wird. Zum Einsatz kommt nach wie vor eine Blechdose.

 

1991

Das Unternehmen bezieht ein neues Betriebsgebäude in Wehrheim/Taunus. Moderne Produktions- und Verpackungsanlagen ersetzen die bisherige Handarbeit. Michael Negwer, ein Enkel des Firmengründers, übernimmt die Geschäftsführung.

 

1993 bis 1999

Das Produktsortiment wird um die Schaumstoffstöpsel OHROPAX Soft und OHROPAX Color sowie den Kunststoffstöpsel OHROPAX Multi ergänzt.

 

2001

Kundenzufriedenheit und Sicherung des hohen Qualitätsniveaus rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Firmenphilosophie. Das Unternehmen erlangt die Zertifizierung nach ISO 9000.

 
 

2005

Erweiterung des Sortiments um den Silikon-Ohrstöpsel OHROPAX Silicon.

 

2007

Mit Stolz feiert man das 100jährige Bestehen des Unternehmens. Der neue Slogan „Luxus für die Ohren“ und attraktiv gestaltete Jubiläums-

verpackungen stellen die Weichen für die nächsten erfolgreichen 100 Jahre.

 

2011

Das Unternehmen bezieht ein größeres Betriebsgebäude in Wehrheim und schafft damit optimale Voraussetzungen für die Zukunft. Als neue Produkte erscheinen eine hochwertige Schlafmaske sowie die transparenten Ohrstöpsel OHROPAX Silicon Clear.

 


aktuelle Produktverpackung OHROPAX Classic (hinten)
Aufsteller um 1930 (vorne)

 

Heute

OHROPAX ist längst zu einer großen deutschen Marke aufgestiegen. Und noch immer sind die klassischen Wachskugeln das Hauptprodukt des in Wehrheim/Taunus ansässigen Familienbetriebes. Mit etwa 35 Mitarbeitern werden dort jährlich über 30 Millionen der kleinen, ruhestiftenden Ohrstöpsel aus Wachs hergestellt. Ohrstöpsel aller Art und andere Gesundheitsartikel ergänzen die aktuelle Produktpalette.

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