Warum Frösche quaken

Mit 65 bis 100 Dezibel kann sich ein Frosch bemerkbar machen, wenn ihm danach ist. Und es ist ihm oft danach, vor allem, wenn er ein Männchen ist. Freundliche Nachbarn in deutschen Reihenhaussiedlungen, allseits bereit, deswegen vor Gericht zu ziehen, wissen ein Lied davon zu singen, wenn jenseits des Zauns ein Gartenteich die glitschigen Lärmer angezogen hat.

Dass dabei die Männchen die lautesten Töne anstimmen, nun, das ist fast schon menschlich. Es hat aber vielleicht auch damit zu tun, dass Frösche wie alle Amphibien einfach nicht gut hören. Schlecht genug jedenfalls, um sich durch das Geräusch überfliegender Jets oder Hubschrauber animieren zu lassen, noch ein paar Dezibel zuzulegen. Die Fluggeräusche liegen nämlich im selben Frequenzbereich wie das Quaken der Amphibien. Bei so viel Konkurrenz ums (relativ) schöne Froschgeschlecht muss Froschmann dann eben sein Bestes geben. Wie menschlich – sagte ich es nicht schon?

OHROPAX: Ruhe vor lästigem Gequake.